Kennt ihr das, wenn die Haut im Gesicht so trocken ist, dass sie richtig unangenehm spannt? Ein fahles Erscheinungsbild, kleine Falten und schuppige Stellen sind oft die Folgen. Zwar kann trockene Haut genetisch bedingt sein, häufig sind jedoch äußerliche Faktoren wie beispielsweise kalte Witterungsverhältnisse, UV-Strahlung, einseitige Ernährung oder Flüssigkeitsmangel dafür verantwortlich. Sie kann allerdings auch auf ernsthafte Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Stoffwechselerkrankungen hinweisen. In allen Fällen ist die richtige Pflege der betroffenen Stellen wichtig: Lest hier, wie ihr eure trockene Gesichtshaut optimal pflegen könnt!

1. Flüssigkeit ist (nicht immer) alles!

So paradox es klingt: Je mehr eure Haut mit Wasser in Kontakt kommt, umso mehr wird der hauteigene Schutzfilm angegriffen und sie trocknet aus. Ihr solltet daher Vollbäder und ausgiebiges Duschen vermeiden. Verwendet statt schäumenden Gels und Badezusätzen ein Duschöl, das den natürlichen hauteigenen Fettfilm unterstützt. So könnt ihr ein weiteres Austrocknen verhindern. Für die besonders empfindliche Gesichtshaut empfiehlt sich eine Creme mit Hyaluronsäure. Und wie immer gilt: Trinkt viel Wasser und achtet auf eine gesunde Ernährung!

2. Eure Haut braucht Lipide!

Um eure trockenen Hautstellen mit ausreichend Fett zu versorgen, braucht ihr die richtigen Pflegeprodukte. Achtet darauf, dass eure Creme auf Wasser-in-Öl-Basis ist, nicht auf Öl-in-Wasser-Basis. Wichtig ist auch, den Fettgehalt eurer Pflegeprodukte an die Jahreszeit anzupassen. Als Faustregel gilt dabei: Je kälter die Temperaturen, umso fettiger sollte die Creme sein; ebenso sollte der Fettanteil mit zunehmendem Alter steigen. Reine Fettcremes wie Vaseline sind allerdings tabu! Sie verstopfen die Poren und führen zu Hautunreinheiten.

3. Was ihr nicht an eure Haut lassen solltet…

Beim Kauf eurer Pflegeprodukte ist es wichtig, dass die Cremes und Lotionen möglichst seifenfrei sind, keine Duftstoffe oder Alkohol beinhalten und einen hautneutralen pH-Wert aufweisen. Doch auch im Alltag lauern Angriffe auf die empfindlichen Hautpartien im Gesicht und an den Händen: Trockene Heizungsluft und heiße Saunagänge solltet ihr nach Möglichkeit vermeiden, gegen direkte Sonneneinstrahlung kann man sich mit hohem Lichtschutzfaktor und Sonnenhüten schützen. Bei alltäglichen Hausarbeiten empfiehlt es sich, Einweghandschuhe zu tragen.

4. Aufgepasst: Manchmal ist weniger mehr!

Übertreibt ihr es mit der Pflege, erzielt ihr möglicherweise den gegenteiligen Effekt und fördert das Austrocknen der Haut. Vermeidet es also, die betreffenden Stellen häufiger als nötig zu waschen und zu peelen. Duscht daher maximal einmal am Tag (besser sind alle zwei Tage) und tupft euch behutsam mit dem Handtuch trocken, statt wild zu rubbeln. Auf keinen Fall solltet ihr entfettende Cremes und Waschlotionen auftragen!

5. DIY Feuchtigkeitsmaske hilft Wunder

Wenn ihr schon mal darüber nachgedacht habt, was man mit alltäglichen Lebensmitteln außer dem Verzehr noch machen kann, hier ist das Rezept: Ihr braucht 3 Esslöffel Kakaopulver, 2 Esslöffel Hafermehl, 3 Esslöffel Sahne und 2 Esslöffel Honig.
Ihr müsst alle Zutaten gut verrühren bis Ihr eine cremige Paste erhaltet. Diese verteilt Ihr dann auf Eurem gereinigten Gesicht und lasst sie zehn Minuten einwirken. Danach entfernt Ihr die Reste mit einem Wattepad.
Pflegetipp: Der Honig wirkt antibakteriell, daher ist die Maske auch für unreine Haut gut geeignet.

Ihr seht, man muss nicht zwangsläufig unter trockener Gesichtshaut oder Trockenheit an anderen Körperstellen leiden; sind die trockenen Hautstellen nicht pathologisch bedingt, lassen sie sich mit der richtigen Pflege gut in den Griff bekommen. Mit alltäglichen Präventionsmaßnahmen kann man sogar dem Austrocknen der Gesichtshaut vorbeugend entgegenwirken.

Für mehr Pflegetipps könnt ihr euch dieses informative Video über Tipps gegen trockene Haut anschauen oder bei unseren Top 10 Tipps gegen Pickel vorbeischauen!

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